Format der Paketliste

Wie auf UNIX/Linux-Systemen üblich, ist die Datei /etc/apt/sources.list eine reine Textdatei. Die Einträge darin erfolgen zeilenweise. Jede einzelne Paketquelle beschreiben Sie vollständig in einer separaten Zeile.

sources list nano.png
Figure 1. /etc/apt/sources.list im Texteditor 'nano'

Änderungen nehmen Sie mit Hilfe eines beliebigen Texteditors als Benutzer root vor, bspw. mittels 'vim', 'emacs' oder 'nano' (siehe /etc/apt/sources.list im Texteditor 'nano'). Haben Sie in Ihrem Texteditor die Syntaxhervorhebung aktiviert, erfassen Sie die Struktur der einzelnen Einträge leichter und bemerken sofort fehlerhafte Änderungen durch eine entsprechende Einfärbung des Textes.

Sie fügen eine weitere Paketquelle hinzu, indem Sie die Liste um eine weitere Zeile ergänzen. Tragen Sie dazu in einer freien oder zusätzlichen Zeile die gewünschte Paketquelle nach. Um eine bereits erfasste Paketquelle zu modifizieren, ändern Sie den entsprechenden Listeneintrag. Mit Hilfe des #-Zeichens zu Beginn einer Zeile kommentieren Sie den jeweiligen Eintrag aus. Eine Paketquelle entfernen Sie endgültig aus der Liste, indem Sie die betreffende Zeile löschen.

Tip
Anzahl der Einträge

Es gibt keine Begrenzung für die Anzahl der Einträge. Bitte beachten Sie aber, dass die Zeit und das Übertragungsvolumen für die Aktualisierung der Paketlisten umso größer wird, je mehr Einträge vorhanden sind.

Bei der späteren Aktualisierung der lokalen Paketliste mittels apt-get update oder aptitude update (siehe [pakete-aktualisieren]) werden die Paketquellen in der Reihenfolge abgearbeitet, wie sie in der Datei /etc/apt/sources.list aufgeführt sind. Ignoriert werden dabei Leerzeilen und die Einträge, die mit einem Hashzeichen # beginnen und somit auskommentiert sind.

Tip
Empfehlung zur Abfolge

Für das Hinzufügen und Ändern der Paketquellen empfehlen wir Ihnen eine bestimmte Reihenfolge (siehe [empfehlung-zum-ablauf-fuer-das-hinzufuegen-und-aendern-von-paketquellen]). Damit erleben Sie zukünftig keine bösen Überraschungen mehr.

Zur Automatisierung des Vorgangs wurden ebenfalls eine Reihe von Programmen entwickelt. Dazu zählen apt-cdrom (siehe dazu [physische-installationsmedien-mit-apt-cdrom-einbinden]), add-apt-repository (siehe dazu [eintraege-mit-add-apt-repository-im-griff-behalten])). Sind Sie hingegen weniger tastaturaffin, bieten sich als weitere Möglichkeiten sowohl Synaptic sowie der Sources List Generator für Debian und Ubuntu an. Diese Programme stellen wir Ihnen in [einstellungen-mit-synaptic-und-im-ubuntu-software-center] und [debian-und-ubuntu-sources-list-generator] ausführlicher vor.

results matching ""

    No results matching ""