Einträge für zusätzliche, nicht-offizielle Pakete

Nicht alle verfügbaren Softwareveröffentlichungen werden in die offiziellen Paketquellen von Debian aufgenommen. Viele Projekte stellen Programmversionen als deb-Pakete bereit, die sich von der Version her von der stabilen Veröffentlichung von Debian unterscheiden.

Im folgenden Beispiel sehen Sie die Einbindung der Paketquellen des PostgreSQL-Projekts [APT-Repo-PostgreSQL] und des X2Go-Projekts [APT-Repo-X2Go] für Debian 7 Wheezy:

deb http://apt.postgresql.org/pub/repos/apt/ wheezy-pgdg main
deb http://packages.x2go.org/debian wheezy main

Ähnliches gilt für Unternehmen, die erfreulicherweise inzwischen vielfach eigene deb-Pakete für ihre Produkte zur Verfügung stellen. Die exakte Bezugsquelle finden Sie zumeist auf der Webseite des jeweiligen Unternehmens. Um bspw. die Pakete für den Webbrowser Opera des gleichnamigen skandinavischen Herstellers einzubinden, hilft Ihnen folgender Verweis[1] auf den Bereich non-free auf dessen Paketserver:

deb http://deb.opera.com/opera stable non-free

Tip
Ergänzung der Signatur der Paketquelle

Damit Debian dieser zusätzlichen Paketquelle auch vertraut, überprüft es dazu eine entsprechende digitale Signatur. Wie dieses Konzept funktioniert und Sie einen passenden Schlüssel beziehen, lesen Sie unter ``Paketquelle auf Echtheit überprüfen'' in [paketquelle-auf-echtheit-ueberpruefen].

Tip
Eigene .list-Datei für fremde Paketquellen.

Anstatt alle Einträge direkt in die Datei /etc/apt/sources.list zu schreiben, können Sie einen oder mehrere Einträge auch in separate Dateien unter /etc/apt/sources.list.d/ ablegen. Dateien in diesem Verzeichnis bedürfen der Endung '.list', um von APT beachtet zu werden.

So könnten Sie z.B. die Beispiele in diesem Abschnitt in den Dateien /etc/apt/sources.list.d/postgresql.list, /etc/apt/sources.list.d/x2go.list und /etc/apt/sources.list.d/opera.list speichern. Damit behalten Sie bereits anhand des Dateinamens den Überblick, aus welchen Fremdquellen weitere Pakete bezogen werden.


1. Die aktuelle Konfiguration des APT-Repositories erlaubt nur die Verwendung von stable als Veröffentlichung. Verwenden Sie z.B. stretch anstatt von stable, so beschwert sich APT, dass dies nicht vorgesehen sei.

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