Empfehlungen zum Umgang im Alltag

Die enorme Vielfalt des Debian-Paketbestands macht neugierig und ermutigt sicher nicht nur uns als Autoren, Software mit interessant klingenden Namen und Möglichkeiten auszuprobieren und damit zu experimentieren. Wir empfehlen Ihnen, trotz allem Enthusiasmus dabei die nachfolgenden Aspekte nicht zu vergessen:

  • Mit der Zeit wächst die Menge installierter Softwarepakete, was a) zu einem gut gefüllten Speichermedium, b) zu potentiell mehr unbenutzt laufenden Programmen und c) zu einem Dateisystem führt, welches Stück für Stück an seine Leistungsgrenzen bzgl. der Einträge (Inodes) gelangt. Je stärker das Speichermedium gefüllt ist, umso größer wird die Zugriffszeit auf die Daten. Die Erfahrungswerte schwanken zwar, aber ein Füllstand von über 80% bedarf zumindest zunehmend stärkerer Beobachtung. Behalten Sie daher neben den Verzeichnissen für Binär- und Konfigurationsdateien auch den Paketcache im Auge (siehe dazu [paketcache]).

  • Halten Sie den Paketbestand auf Ihren Systemen möglichst klein und überschaubar. Damit verringert sich der Umfang der Pakete und Daten, die von Ihnen zu aktualisieren sind.

  • Misten Sie den Softwarebestand regelmäßig aus. Lassen Sie daher nur die Softwarepakete installiert, die Sie auch tatsächlich benötigen. Dies setzt allerdings voraus, dass Sie wissen, was Sie oder die von Ihnen betreuten Benutzer tatsächlich verwenden. Als Admin sollten Sie das aber wissen bzw. können das sicher herausfinden. Vergessen Sie beim Aufräumen nicht die Konfigurationsdateien der Pakete (siehe [pakete-deinstallieren]). Achten Sie dabei insbesondere auf Pakete, die automatisiert Daemons starten. Dies erhöht die benötigte Rechenleistung und im Endeffekt auch die Stromrechnung.

  • Setzen Sie die von Ihnen betreuten Systeme möglichst identisch auf. Das betrifft insbesondere die von Ihnen ausgewählte Veröffentlichung, den Paketbestand und die verwendeten Versionen. Es verringert damit die Vielfalt und Probleme, die überhaupt auftreten können (siehe dazu auch [automatisierte-installation]).

  • Aktualisieren Sie Ihre Software regelmäßig. Neben der sicherheitsrelevanten Aktualität des fehlerbereinigten Softwarebestands sorgt es für einen weiteren Zeitvorteil: viele kleine Änderungen sind meist einfacher durchzuführen als eine große mit vielen Korrekturen.

  • Räumen Sie auch den Paketcache auf. Das kann sowohl automatisiert, als auch manuell geschehen (siehe dazu [paketcache-aufraeumen]).

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