Was ist zu beachten, wenn Sie das machen

Unkritisch sind in jedem Fall alle Paketoperationen, bei denen Sie nur 'lesend' auf den Paketbestand zugreifen, d.h. es in diesem nicht zu einer Veränderung kommt. Dazu zählen z.B. das Erfragen des Paketstatus (siehe [paketstatus-erfragen]), die Liste der installierten Pakete anzeigen und deuten (siehe [liste-der-installierten-pakete-anzeigen-und-deuten]), die neuen Pakete anzeigen (siehe [neue-pakete-anzeigen]), die Pakete nach Prioritäten finden (siehe [pakete-nach-prioritaeten-finden]), die Installationsgröße eines Pakets bestimmen (siehe [installationsgroesse-eines-pakets]), die Paketabhängigkeiten anzeigen (siehe [paketabhaengigkeiten-anzeigen]), die Herkunft der Pakete klären (siehe [aus-welchem-repo-kommen-die-pakete]) und über den Paketinhalt suchen (siehe dazu [paket-zu-datei-finden] und [paketinhalte-anzeigen-apt-file]).

Definitiv als bedenklich schätzen wir ein, wenn Sie APT und aptitude im fliegenden Wechsel für alle Paketoperationen benutzen, bei denen der Paketbestand 'verändert wird' oder entsprechende Vormerkungen dazu getroffen werden. Weiterhin treten Seiteneffekte auf, wenn mehrere Programme zur Paketverwaltung gleichzeitig geöffnet sind, bspw. aptitude, Synaptic und SmartPM. Jedes der genannten Werkzeuge versucht, für die einzelnen Aktionen die Paketdatenbank exklusiv nutzen. Funken an dieser Stelle andere Programme dazwischen, entstehen Konflikte mit unvorhersagbarem Ergebnis.

Um Letzteres zu verhindern, raten wir Ihnen zur konsequenten Benutzung des gleichen Werkzeugs. Zu den Operationen zählen z.B. das Beziehen und Installieren eines Pakets (siehe [paketdatei-nur-herunterladen], [installation-zwischengespeicherter-pakete-aus-dem-paketcache] und [pakete-installieren]) sowie das Ändern der Paketversion (siehe [pakete-aktualisieren] und [pakete-downgraden]) und Deinstallieren bestehender Pakete (siehe [pakete-deinstallieren] und [umgang-mit-waisen]).

Im Alltag hat sich besipielsweise bewährt, dass Sie zunächst über die Textoberfläche von aptitude oder die Debian-Webseite nach dem passenden Paket suchen. In Folge installieren Sie die konkreten, gewünschten Pakete via apt-get oder apt nach. Damit kombinieren Sie eine graphische bzw. textbasierte Oberfläche mit der unmißverständlichen Direktheit einer Kommandozeile.

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