Begriff

Im Allgemeinen bezeichnet ein 'cache' einen Datenpuffer oder Zwischenspeicher, der bereits angefragte Daten weiter vorhält und auf den im Bedarfsfall zurückgegriffen wird, wenn die Daten angefordert werden. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine Sonderform — einen lokalen Zwischenspeicher häufig benötigter Softwarepakete. Diese werden gepuffert und erlauben damit im Vergleich zum Bezug von Paketmirror aus dem Internet eine wesentlich geringere Zugriffszeit, da die Transportwege kürzer sind und weniger Zwischenstationen (``Hops'') mit einbezogen werden müssen.

Das macht sich insbesondere dann deutlich bemerkbar, wenn mehrere Rechner diesen Datenpuffer verwenden und daraus die gleichen Softwarepakete beziehen. Liegt das angefragte Softwarepaket bereits im Cache vor, wird es von dort entnommen. Falls dieses jedoch noch nicht vorhanden sein sollte, wird es über das Internet vom Paketmirror bezogen und dem Cache hinzugefügt. Die nachfolgend Anfragenden erhalten dann das Softwarepaket deutlich schneller, da es dann bereits im Cache vorliegt und daraus bezogen werden kann.

Der APT-Cache funktioniert ähnlich wie der Puffer aus [paketcache], ist allerdings nicht rechnerspezifisch, sondern eher als Vorstufe für ein Netzwerk mit mehreren Clients gedacht und liegt meist auf einer eigenen Hardware (oder als Virtuelle Maschine) vor. Besonders zum Tragen kommt dieser Puffer bei einer von der Bandbreite her eher dünnen und stark schwankenden oder nur zeitweise verfügbaren Netzwerkanbindung. Erfolgt die Abrechnung Ihrer Internetanbindung entsprechend des transportierten Datenvolumens (sogenannte 'trafficbasierte Abrechnung'), ermöglicht der APT-Cache eine Verringerung der Last nach außen und spart Ihnen somit bares Geld. Zudem wird die Bezugszeit von Softwarepaketen deutlich kleiner, was Ihre Produktivität steigern kann. Da auch ein externer Paketmirror ausfallen kann, lässt sich mit einem Paketcache die lokale Ausfallrate verringern.

Schematische Darstellung mit Paketcache in der Netzwerkinfrastruktur
* ToDo: Bild

Vor der Einrichtung ist zwischen einem Paketcache und dem eigenem Paketmirror abzuwägen (siehe [eigenen-apt-mirror-aufsetzen]). Während letzterer stets alle Softwarepakete der Veröffentlichung vorhält — also auch die, die Sie nicht benötigen — landen im Paketcache hingegen nur die Pakete, die bisher tatsächlich angefragt wurden.

Abzuschätzen ist zudem der Betreuungsaufwand, der bei beiden Varianten einzuplanen ist.

  • ToDo: Betreuungsaufwand abschätzen

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