Paketformat im Einsatz

Embedded-Geräte

Armbian

Debian für ARM-basierte Geräte, bspw. ein Cubieboard oder Cubietruck [Armbian]

Emdebian

Debian für Embedded Devices [Emdebian]

Raspbian

Debian speziell für den Raspberry Pi [Raspbian]

Bildung

Skolelinux

früher Debian-Edu, für den Einsatz in Schulen [Skolelinux]

Edubuntu

Ubuntu für Schule und Bildung [Edubuntu]

LernStick

Live-Distribution auf einem USB-Stick [LernStick]

Desktop

LiMux

Linux-Distribution, die im Rahmen der Migration der Stadtverwaltung München zum Einsatz kommt [LiMux]

Linux Mint, Linux Mint Debian Edition (LMDE)

basiert auf Ubuntu bzw. Debian 'testing' [LinuxMint]

Tanglu

Rein community-basiertes Desktop-Linux [Tanglu]

Ubuntu (und dessen Ableger)

Linux für Einsteiger und den Desktop [Ubuntu]

Univention Corporate Server (UCS)

Linux mit integriertem Managementsystem für die zentrale und plattformübergreifende Verwaltung von Servern, Diensten, Clients, Desktops und Benutzern sowie von unter UCS betriebenen virtualisierten Computern [UCS]

Live-CD

Aptosid

Linux-Distributionen für Desktop-Computer und Notebooks, basierend auf Debian 'unstable' [Aptosid]

BackTrack, Kali Linux

gedacht zur Netzwerk- und Sicherheitsanalyse. BackTrack [BackTrack] wurde im Frühjahr 2013 eingestellt, Kali Linux [Kali-Linux] ist dessen Nachfolger

Debian Live System

Projekt zur Erstellung und Pflege von Debian-basierten Live-Systemen und Debian Live Images [DebianLiveSystem]

Grml

textbasiert, gedacht als Rettungssystem und für die Systemanalyse, basiert auf Debian 'unstable' [Grml]

Knoppix

basiert auf einer Mischung aus Debian 'stable', 'unstable' und 'testing' [Knoppix]

Siduction

Linux-Distributionen für Desktop-Computer und Notebooks, basierend auf Debian 'unstable' [Siduction]

Zumindest Aptosid, Siduction, Grml und Knoppix lassen sich auch auf der Festplatte installieren und sind damit nicht nur Live-CDs.

Minimalsysteme

Damn Small Linux

wird seit Mitte 2012 nicht mehr weiterentwickelt [DamnSmallLinux]

Spieleplattform

Steam OS

ausgelegt für Spiele und die Verwendung großer Bildschirme [SteamOS]

Mobile Architekturen

Desweiteren kommt das deb-Paketformat auf mobilen Architekturen und Plattformen zum Einsatz. Dazu zählen etwa die Mobiltelefone Nokia N900 mit Maemo [Maemo], Nokia N9 mit Meego [MeeGo] sowie diverse Distributionen für das OpenMoko [OpenMoko]. Auch der community-getragene, inoffizielle N900-Nachfolger Neo900 [Neo900] soll u.a. mit Maemo und damit ebenfalls mit dem deb-Paketformat laufen.

Anstatt Linux

Auch mit Nicht-Linux-Kerneln wird das Paketformat eingesetzt. Einerseits gibt es Debian im Rahmen der Debian Ports auch mit BSD- und GNU-Hurd-Kernel in Form von Debian GNU/kFreeBSD [Debian-Wiki-Debian-GNUkFreeBSD] und Debian GNU/Hurd [Debian-Wiki-Debian-GNUHurd]. Auch von Ubuntu gibt es mittlerweile unter dem Namen UbuntuBSD [UbuntuBSD] eine Variante mit FreeBSD-Kernel.

Andererseits gibt es außerhalb des Debian-Projektes Portierungen auf den OpenSolaris bzw. Illumos-Kernel, z.B. Dyson OS [DysonOS] und DilOS [DilOS]. Weitere Distributionen mit dieser Kombination waren Nexenta OS [NexentaOS-Illumian] und die damit verwandten StormOS [StormOS] und Illumian [NexentaOS-Illumian]. Sie wurden aber allesamt bereits wieder eingestellt.

Unter Mac OS X existieren mit Fink [Finkproject] zusätzliche, freie Pakete. Diese können Sie über einen Jailbreak auch auf Ihrem iPhone, iPod und iPad benutzen.

Nachbauten und Derivate

Gerade in der Embedded-Szene, wo es auf Kompaktheit ankommt, sind dpkg und APT oft zu groß und komplex. Dennoch sind die Grundideen von Debians Paketmanagement-System auch in dieser Community beliebt und werden genutzt. So ist das Itsy Package Management System (ipkg) [ipkg] und später dessen Fork OpenMoko Package Management System (opkg) [opkg] entstanden. opkg ist heute noch u.a. bei OpenWrt im Einsatz, einer bekannten Linux-Distribution für WLAN-Router.

Auch Canonical – das Unternehmen hinter Ubuntu – versucht sich seit 2013 in einem Derivat von Debians Paketsystem. Ihre sogenannten 'Click-Pakete' (siehe [Click-Paket-Format] und [SingleClickInstall]) funktionieren ähnlich wie deb-Pakete, jedoch ohne große Abhängigkeiten, und sind optimiert auf den Einsatz bei mobilen Geräten von Drittanbietern. Die hervorgehobenen Merkmale sind die direkte Installation des Pakets aus dem Webbrowser (siehe auch [webbasierte-installation-von-paketen-mit-apturl]) und die geringen Paketabhängigkeiten. Das Ziel besteht darin, alle benötigten Daten einer Software in möglichst einem Paket bereitzustellen.

Wie sich in der Diskussion zeigt, ist der Einsatz der Click-Pakete recht umstritten (siehe [Click-Paket-Format-Diskussionen] und [Watson-App-Design]). Mittlerweise ist dieses Format vor dessen größerer Verbreitung bereits durch den seit Herbst 2015 verwendeten Nachfolger Snappy [Ubuntu-Snappy] [Ubuntu-Snappy-Projekt] überholt.

Weitere Debian-Derivate

Einen ausführlichen Überblick zu weiteren Debian-Derivaten gibt der Debian-Derivate-Zensus. Er ist ein Bestandteil des Debian-Wikis [DebianDerivativeCensus].

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